Die Sekundarstufe

/ Unsere Mittelschule mit M-zweig

Unser pädagogisches Konzept ist geprägt von einer Kombination aus unterschiedlichen reformpädagogischen Ansätzen. Inklusion und auch das individuelle und eigenverantwortliche Lernen stehen bei uns im Mittelpunkt. Das ausführliche pädagogische Konzept unserer Schule lesen Sie hier.



Schulabschluss

/ eine Schule – drei Abschlüsse

Die Ilztalschule ist eine private, staatlich genehmigte Mittelschule und es können die für eine Mittelschule üblichen drei Schulabschlüsse abgelegt werden. Nach Bestehen des Mittleren Schulabschlusses kann auf die FOS oder das Gymnasium gewechselt werden und ein Fachabitur oder Allgemeines Abitur erreicht werden.

Erfolgreicher Mittelschulabschluss

Nach dem Bestehen der 9. Klasse wird von uns gemeinsam mit dem staatlichen Schulamt ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule ausgestellt.

Qualifizierter Mittelschulabschluss

Ergänzend dazu kann in der 9. Klasse extern der Qualifizierende Mittelschulabschluss erworben werden.

Mittlerer Schulabschluss

Am Ende der 10. Klasse (M 10) wird bei Bestehen einer zentralen Abschlussprüfung der Mittlere Schulabschluss erreicht.



Der Stundenplan

/ Struktur mit Freiraum für individuelles Lernen

Wir sind eine Ganztagesschule und unser Unterricht beginnt um 7.45 Uhr und endet montags bis donnerstags um 16 Uhr und freitags um 12.30 Uhr. Unsere Fünftklässler haben zusätzlich den Montagnachmittag frei. Der Unterricht gliedert sich in Freiarbeits- und Inputphasen.
Eine Stunde Input in den Kernfächern (Mathematik, Deutsch, Englisch) ähnelt einer klassischen Unterrichtseinheit und bedeutet, dass den Lernenden neue Stoffgebiete bzw. Zusammenhänge vorgestellt werden. Je nach Lernsituation kann ein kurzer Input mit anschließender, fachbezogener Freiarbeitsphase oder auch nur Freiarbeit in diesem Fach erfolgen. In der Freiarbeitsphase kann der Lernende je nach seinem Wissensstand und in seinem Tempo an seinen sich selbst gesetzten Lernzielen arbeiten.

Hier ist ein Beispiel eines Stundenplans der 6. Klasse



Gemeinsam alte Regeln auf den Prüfstand stellen – neue Regeln beschließen

In den Fächern Epoche (fächerübergreifender Unterricht Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde, Deutsch), AWT (Arbeit-Wirtschaft-Technik) und Nawi (Naturwissenschaft) findet vorwiegend jahrgangsgemischter Unterricht statt.
Um unserem demokratischen Gedanken gerecht zu werden, findet zweimal in der Woche ein Plenum statt. Hier werden in gemeinsamen und gleichberechtigten Diskussionen aktuelle Themen besprochen, alte Regeln auf den Prüfstand gestellt bzw. neue Regeln beschlossen und Dienste für die Gemeinschaft festgelegt. Die Leitung des Plenums obliegt den Schülern. Das Forum bietet die Möglichkeit der Präsentation von Lernergebnissen. Hier werden zum Beispiel Referate gehalten, Gedichte aufgesagt oder auch Bücher vorgestellt.

Individuelles Lernen

/ ein eigenverantwortlicher Lernprozess

Grundlage für den Lernstoff ist auch für uns der bayerische Mittelschullehrplan. Zusätzlich kommen je nach Lernstand des Kindes Inhalte der Lehrpläne der weiterführenden Schulen oder der Förderschule zu tragen. Damit der Jugendliche zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über die anzueignenden Lerninhalte hat und damit er seinen Lernprozess eigenverantwortlich organisieren kann, haben wir den gesamten Stoff in Lernkarten abgebildet.
So zum Beispiel ist in der untenstehenden Lernkarte der Mathematikstoff für die Jahrgangsstufen 5 und 6 visualisiert.

Hinter jedem Themengebiet steht eine Lernleiter, anhand derer sich der Lernende den Stoff selbstständig erschließen kann.


Die Jugendschule

/ Projekt und Praxisorientiertes Lernen

Projekt- und Praxisorientiertes Lernen hat bei uns einen besonderen Stellenwert. Die Jugendschule ist ein Projekttag in der Woche für die siebte und achte Klasse. An diesem Tag planen, organisieren und setzen die Jugendlichen gemeinsam kleine und größere Projekte möglichst selbstständig um. Bisher haben die Schülerinnen und Schüler unter anderem eine Schülerfirma gegründet, einen Bauwagen ausgebaut und einen Gemüseacker angelegt.

Aktuelle Berichte was gerade stattfindet, finden sich auf unserem Blog.

Hierbei ist für uns zum einen die Integration des theoretischen Wissens aus dem Fachunterricht von zentraler Bedeutung. So können die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihre Kenntnisse zur Flächenberechnung heranziehen, um den Gemüseacker zu planen und erworbene Kompetenzen aus dem Deutschunterricht nutzen, um einen Presseartikel zu schreiben. Zum anderen ist uns wichtig, dass die Kinder möglichst alle Schritte der Projektplanung und -umsetzung selbst in die Hand nehmen. Unter anderem kümmern sie sich mit Unterstützung und Beratung von zwei Pädagoginnen um die Finanzierung der Projekte, um die Korrespondenz und entwickelt selbstständig Lösungen für auftretende Probleme.




Berufsorientierung

/ Schritt für Schritt den richtigen Weg ins Berufsleben finden

Der Berufsorientierungsprozess steht an unserer Schule auf drei Säulen.

Beruf- und Betriebspraktika

Erste Säule sind Berufs- und Betriebspraktika: Schon ab der sechsten Klasse haben die Kinder bei uns die Möglichkeit erste Erfahrungen mit der Berufswelt zu machen. Sie können freiwillig einen Nachmittag in der Woche beispielsweise im Kindergarten, im Pflegeheim oder in der solidarischen Landwirtschaft als Praktikanten selbst tätig werden. In der siebten, achten und neunten Klasse sind alle Kinder aufgefordert ein- bis zweiwöchige Berufspraktika zu machen, sodass sie während ihrer Schulzeit idealerweise vier bis sechs Betriebe bzw. Einrichtungen kennenleren.

Gezielte Berufsberatungsangebote

Zweite Säule sind gezielte Berufsberatungsangebote in Zusammenarbeit mit den Berufsberatern der Bundesagentur für Arbeit. Sie informieren die Schülerinnen und Schüler über Angebote zur Berufsorientierung, zum Bewerbungsprozess und Zulassungsvoraussetzungen von beruflichen Schulen und stehen für Einzelcoachings zur persönlichen beruflichen Orientierung zu Verfügung.

Begleitung durch Coaches

Dritte Säule ist die kontinuierliche Begleitung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen in ihrem Berufsorientierungsprozess durch die Lehrkräfte für Wirtschaft und Beruf und Deutsch sowie die jeweiligen Coaches der Schülerinnen und Schüler. Sie betreuen die Vor- und Nachbereitung der Praktika und unterstützen die Schülerinnen und Schüler in Bewerbungsprozessen.



Kleine und Große Arbeiten

/ Anhand eines Projektes zeigen was man kann

Im Rahmen der „Kleinen Arbeit“ werden bereits in der 6. Klasse unsere Lernenden zum ersten wissenschaftlichen Arbeiten angehalten. Sie verfassen zu einem selbstgewählten Thema eine schriftliche Facharbeit. Diese wird dann im Rahmen einer feierlich gestalten Abendveranstaltung der gesamten Schulfamilie präsentiert.

Auch in der 8. Klasse muss jeder Jugendliche die „Große Arbeit“ zu einem bestimmten Thema erarbeiten und selbst präsentieren. Die „Große Arbeit“ besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Ein selbst gewählter Experte steht beratend zur Seite, so dass am Ende ein „echtes“, neues Produkt entsteht. Die Vielfalt der Themenwahl spiegelt wider, was die jungen Menschen beschäftigt. So wurde zum Beispiel schon ein Messer selbst geschliffen, ein Klappfix entworfen und gebaut, ein besonderes tierschonendes Pferdetraining vorgestellt und vieles mehr. Höhepunkt ist ein Festakt, zu dem die Eltern sowie Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, Behörden und der Lokalpolitik geladen sind. Hier bewerben alle Jugendlichen ihre Produkte zunächst in einem Kurzvortrag und präsentieren sie dann mittels eines Standes.

Anmeldung

/ Wie man einen Platz an der Sekundarstufe erhalten kann.